DEUTSCHES BUCHJOURNAL (02/20)

Das ist sie also! Orange auf schwarz, die erste Anzeige zu meiner Buchveröffentlichung, den HEIMISCHEN EXOTEN, im nationalen Buchjournal, einem von Verlagen gestalteten Magazin, welches über Neuerscheinungen in der Buchwelt informiert und in jeder Buchhandlung zur Mitnahme ausliegt.

Auf S.5 finde ich die Anzeige zu meinem Buch, direkt neben mir die unerreichte, immer wunderbare Elke Heidenreich, die im Vorjahr mit Ihrem Bestseller ALLES FLIESST unter dem Dach des gleichen Verlagshauses wie nun auch ich veröffentlichte.

Es fühlt sich alles immer noch unwirklich an.

Während die ersten Anfragen für Interviews und Lesungen hereinpurzeln, wissen wir schon, dass wir den ursprünglichen Termin zum 20.02.2020 nicht halten können. Was für mich okay ist, es wartet ja niemand auf dieses Buch. Einziger Wehmutstropfen: dieses wunderbare Datum.

Ein Tag zum Heiraten und Kinderkriegen, oder eben: für Buchveröffentlichungen.

Aber nagut, manche Dinge sind wichtig, andere nicht, und der Aspekt, dass die Leipziger Buchmesse vielleicht noch abgesagt wird, weil 2.600 Aussteller aus 46 Ländern und rund 290.000 erwartete Besucher ein akutes Verbreitungsrisiko für eine aktuell viel diskutierte Viruserkrankung darstellen können, lässt jeden aufkommenden Wermutstropfen über eine verschobenes Buchdebut ohnehin im Dunst verdampfen.

Also schrauben der Verlag und ich weiter an Textpassagen, inhaltlichen Feinheiten und Umbrüchen. So wie auch gestern, als ich über einem Kapitelabschluß rätselte, welchen ich beim Schreiben letzten Sommer unglaublich witzig fand.

Jetzt, über ein halbes Jahr später später finde ich diesen Witz nicht mehr, geschweige denn sehe ich einen Sinn in diesem Satz.

Dann war das wohl Situationskomik. Dann muss das wohl weg. Nicht weg ist die Vorfreude. Die wird immer größer. Auf dieses Frühjahr. Auf das Buch.